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Exzellente Akustik mit Echtholz-Paneelen LIGNO Akustik light

Und es funktioniert doch: Akustisch optimiertes Großraumbüro 

Effiziente Kommunikationslösungen sind die Herausforderung, der sich die Agentur serviceplan solutions in München widmet. Klar, dass man auch intern hohen Wert auf ein perfektes Arbeits- und Kommunikationsumfeld legt. „So schnell wie möglich“ sollte das Büro Hartmann Architekten 2015 im zuvor als Möbelhaus genutzten Gebäude in der Münchner Innenstadt neue Büroräume für die Werbe- und Kommunikationsagentur serviceplan solutions konzipieren und einrichten. Dank rechtzeitigem und selbstverständlichem Einbezug des Themenfelds Raumakustik in die Planung erfüllen die ehemaligen Ausstellungsräume nach der Umwidmung ihren Zweck als Großraumbüro auch hinsichtlich der Ruhequalität einwandfrei und bieten damit beste Rahmenbedingungen für das innovative Bürokonzept des Nutzers.

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Die Baumaßnahmen am Gebäude aus dem Baujahr 1976 erstreckten sich über Fassade, Treppen und die komplett zu erneuernde haustechnische Infrastruktur sowie vor allem über den neuen Innenausbau. Die Ausführung der Innenräume richtete sich an dem vom Mieter vorgesehenen Nutzungskonzept aus. Die Vorgaben des Raumprogramms stellten die Architekten vor die Aufgabe, eine hoch flexible Raumeinteilung zu ermöglichen: Im Bürogestaltungskonzept „serviceplan 3.0“ haben die Mitarbeiter keine festen Arbeitsplätze, sondern gruppieren sich ständig neu und projektbezogen in Arbeitsgruppen. Tische für vier bis acht Personen bilden eigenständige Projekteinheiten. 


Raumakustik essentiell

Das Raumangebot der ehemaligen Ausstellungsflächen des Möbelhauses – etwa 1200 m² Nutzfläche – ermöglicht ca. 125 über das Erdgeschoss und das Galeriegeschoss verteilte Arbeitsplätze in wechselnder Anordnung. Bei einer solchen Personenbelegung im offenen Raumvolumen ist ein produktives, konzentriertes Arbeiten nur denkbar, wenn sich die Arbeitsgruppen untereinander nicht akustisch stören. Zusammen mit der rein räumlichen Einteilung der Fläche war das akustische Konzept für die Planer also selbstverständliche Grundlage der Entwurfsaufgabe. 

Das akustische Aufgabenfeld umfasst dabei zum einen die Anforderung, den Geräuschpegel im Großraumbüro allgemein niedrig zu halten. Dies wurde durch geometrische Anordnung von Absorberflächen aus Echtholz-Akustikpaneelen LIGNO Akustik light an den Decken gelöst. So entsteht auch in den Stehbesprechungsräumen des Untergeschosses in Massivbauweise eine gute Arbeitsatmosphäre.



Gute Sprachverständlichkeit nicht immer vorteilhaft 

Zum anderen aber erhöht sich mit dem abgesenkten Geräuschpegel auch die Sprachverständlichkeit. Und diese ist nicht immer vorteilhaft – insbesondere in der Planung von Großraumbüros muss raumakustisch richtig mit ihr umgegangen werden. Denn ohne zusätzliche Maßnahmen wäre sie wiederum kontraproduktiv für das Arbeitsumfeld: Sprachinhalte benachbarter Arbeitsgruppen wären bei bloßem Fokus auf Pegelminderung durch die Deckenabsorber sogar besser wahrnehmbar und würden stören. Aus diesem Grund setzten die Planer für die Möblierung Schrankelemente mit integriertem Absorber ein. In Art von Blenden verhindern sie die horizontale Schallausbreitung zwischen den Arbeitsgruppen. 


Material führt Funktionen zusammen 

Für die Leistenpaneele an den Decken wurden Lignotrend-Paneele mit dem sogenannten nature-Profil gewählt: Unregelmäßig breite Leisten (12 bis 25 mm Breite) bilden im ansonsten neutral eingerichteten Büro lebhafte, organisch anmutende Akzente von angenehmer Natürlichkeit. Weil es astfrei verarbeitet wird, wirkt das verwendete Weißtannenholz nicht rustikal, sondern edel und leicht. Bei der Montage wurden filigrane LED-Lichtleisten (mohrmann licht- und medientechnik) integriert, die sich perfekt in den Rhythmus der Holzstreifen einfügen. 

Architekt Otto Hartmann schätzt die Kombination von Akustik und Beleuchtung zum hoch wandelbaren Raumkonzept: „Die Tatsache, dass die Akustikflächen in einer Ebene Absorber, Unterkonstruktion und Beleuchtung kombinieren, schafft höchste Flexibilität in der Gestaltung der darunterliegenden Nutzflächen. Die Optik der Paneele mit ihrer astfreien Ansicht gibt mir die Möglichkeit, den Naturwerkstoff Holz in der zeitgemäßen Innenarchitektur einzusetzen.“ Der verwendete Typ LIGNO Akustik light 3S-33 beinhaltet auf nur 33 mm Dicke auch das notwendige Akustikabsorbermaterial (Holzfaser), so dass er sehr schnell und einfach auf eine schlanke Unterkonstruktion montiert ist. 


Keine Vorbehalte gegen Naturmaterial 

Die akustische Wirksamkeit von natürlichen Materialien wie der verwendeten Holzweichfaser wird von Fachingenieuren gelegentlich infrage gestellt. Kein Thema zwar für Hartmann Architekten, dennoch erhielt man im Selbstversuch Bestätigung: „Wir haben die Möglichkeit nutzen können, die Wirkung der Akustikpaneele in unserem Bürocontainer vorab zu erfahren“, so Otto Hartmann. „Ein paar lose aufgestellte Platten verbesserten die Akustik selbst in dem kleineren Raum bereits merklich.“ 

Mit klar definierten Produktionsprozessen beim Hersteller ist gewährleistet, dass die im Labor bei zahlreichen Absorptionsversuchen für unterschiedliche Montagekonfigurationen und Abhanghöhen ermittelten Kennwerte stets erreicht werden. 

Das Naturmaterial Holz im Haus hat noch eine weitere positive Auswirkung: Weil das Rohmaterial so wenig wie möglich modifiziert wird, bleibt den Echtholzelementen die Fähigkeit des Materials erhalten, das Raumklima positiv zu beeinflussen: Lignotrend verwendet für die Elementstruktur natürlich gewachsene Tannenholzleisten als Lamellen. Die Verklebung zu Paneelen ist durch natureplus nach strengsten baubiologischen Kriterien kontrolliert. 


Und ein Großraumbüro kann doch funktionieren! 

Vorurteile gegen Großraumbüros sind weit verbreitet. So attraktiv die offene Atmosphäre solcher Räumlichkeiten für die Zusammenarbeit im Team ist, so sehr befürchten Arbeitnehmer Stress durch gegenseitige Störung. Auch bei den Mitarbeitern von serviceplan gab es im Vorfeld diese Sorge, die sich nach Nutzungsbeginn nicht bestätigte: Hartmann Architekten machen bei ihren Büroprojekten häufig Mitarbeiterbefragungen zum Wohlbefinden am Arbeitsplatz – zur ergonomischen Gestaltung oder zur Möglichkeit konzentrierten Arbeitens bzw. zum Geräuschpegel. Im serviceplan-Großraumbüro liegen die Zufriedenheitswerte sogar bei 89 Prozent. 

Konfigurationsübersicht

Verwendete Bauteile

  • LIGNO Akustik light  |  Deckenverkleidung 

    LIGNO Akustik light 3S_33_a70g_625-12n25-4_WTL_gb_buv
    Holzart


    Für die Sichtlage stehen verschiedene Holzarten zur Verfügung. Einzelne Holzarten sind aus Qualitätsgründen nicht für alle Profilierungen konfigurierbar, aus technischen Gründen sind für manche Holzarten  Oberflächenbehandlungen ausgeschlossen. 

    Holzart

    _WTL Weisstanne astrein, lebhaft

    Profil


    Die Sichtlage ist mit Fugen profiliert. Im Code für die Profilierung sind in Millimetern angegeben: Elementbreite, Streifenbreite (gerundet, ggf. von/bis) und Fugenbreite (gerundet) sowie eine Buchstabenkennzeichnung für Varianten, z.B. mit gefasten Leistenkanten oder mit zusätzlicher Höhenabstufung.

     

    Hinweis: Manche Profilierungen bedingen mittelbar Ausschlüsse bei anderen Konfigurationsoptionen.

    Profil 

    _625-12n25-4 Leistenprofil "nature"

    Struktur


    Die Ansicht wird im Standard einer Bürstung _gb unterzogen, was eine je nach Holzart stärkere oder schwächere Struktur hervorruft und die Oberfläche unempfindlicher gegen Kratzer macht.  Alternativ kann ein glatter Schliff _gs erfolgen, auf Anfrage ein Bandsägeschnitt _grimitiert werden.

    Struktur

    _gb gebürstet

    Behandlung


    Abhängig von der Holzart ist ab Werk die optionale Applikation einer Oberflächenbehandlung möglich. Individuelle Farbausführungen werden zur Abstimmung grundsätzlich bemustert. Bei Elementen in Individuallännge ist Farbbehandlung auf max. 5 m Länge beschränkt.

    Behandlung

    _buv Lichtschutzlasur

    Raumakustik


    Soll die Untersicht des Elements gut schallabsorbierend wirken, wird die vorletzte Lage als Absorber _a50g ausgeführt. Ansonsten ist diese Ebene als Vollholz-Lage _a0 konfiguriert.

    Raumakustik

    _a70g 70% Absorberanteil

Referenzbezogene

Downloads

Projektbeteiligte

  • Hartmann Architekten GmbH

    Architekt

    Brienner Straße 44
    80333 München
     

    www.hartmann-architekten.net

  • Koch Möbelwerkstätten GmbH

    Ausführung

    Ringstraße 36
    85123 Karlskron

    www.koch-moebel.de

  • Peter Schinzler Photography

    Fotograf

    Siegfriedstraße 20
    80803 München

     

    www.schinzler.com

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